Taubenvergrämer aus aus aus

Ach, nee, doch nicht

Gestern auf der Party

„Ich hasse Polonaise.“

„Wie bitte? Sie haben das Drecksding doch gestartet!“

„Nur Ihnen zuliebe! Weil Sie sich nicht getraut haben!“

„Ich hasse Polonaise mindestens so sehr wie Sie. Ich mache nur aus Höflichkeit mit! Und weil Sie so allein wirkten.“

„Dann können wir das beschämende Schauspiel ja beenden. Die anderen Gäste gucken sowieso schon so komisch.“

„Eine Runde noch!“

„Au ja!“

Written by januwefitz

Mai 12th, 2015 at 4:06 am

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Live-Aufnahme am 19.5. um 20 Uhr.

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Audible war so reizend, die Hörbuchrechte meiner drei Bücher zu erwerben. “Entschuldigen Sie meine Störung” wurde bereits vor einem Jahr auf die Hörer losgelassen (Sprecher: moi!),  “Wenn ich was kann, dann nichts dafür” werde ich im Juni aufnehmen. Und als wäre das nicht absurd genug, produziert Audible im sechswöchigen Rhythmus auch noch alle 8 Teile von “Tote Tauben nerven nicht”. Live. In der bezaubernden Bar “Die nächtliche Chaostheorie” (Lychener Str. 4, 10437 Berlin/ Prenzlauer Berg. Zwei Teile sind bereits im Kasten (das Foto links gehört zu Teil 2 und ist Folge eines Fluchs, der mir alle Passfotos versaut), der dritte folgt am 19.5. um 20 Uhr. Diesmal u.a. mit dem “Besuch des erzürnten und gewaltbereiten Amazon-1-Sterne-Rezensenten”. Es ist mir sehr unangenehm, aber ich möchte an dieser Stelle um einen Zuschauer betteln. Bis zu 40 passen insgesamt rein. Aber einer wäre schon toll. Der Eintritt ist auch frei und wer lachet, wird schon mal mit einem Bier belohnt. Der Lachen darf natürlich vorgetäuscht sein. Da mache ich keine Unterschiede. Bis dann. Hoffentlich. Facebook-Event. 3-Minuten-Lesung auf Flux.fm

Written by januwefitz

Mai 11th, 2015 at 9:37 am

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Mein Leben als Senf

Ich glaube, ich möchte Ihnen doch erzählen, wie das damals war, als Senf. Denn wenn ich genau darüber nachdenke, war es nicht allzu schön. Ich muss das aufarbeiten. In einem Buch.

In meiner Zeit als Senf habe ich sehr darunter gelitten, Senf zu sein. Wenn ich das heute mitunter vergesse, dann nur, weil es noch schlimmer ist, ein Taubenvergrämer zu sein. Dabei hatte ich schon in der Schule nur diesen einen Wunsch: Eines Tages mal Senf zu werden. Meine Mitschüler träumten vom Arztberuf, aber wenn ich gefragt wurde, was ich mal werden wolle, antwortete ich: »Senf. «

Wie oft musste ich dann hören, das sei kein Beruf, und wie oft habe ich geantwortet: »Sondern?» Und wie oft hieß es dann: »Eine Art… Gewürz.« Und wie oft antwortete ich dann wieder »Egal, ich werde Senf. « Als ich das Abitur gemacht hatte, bewarb ich mich als Senf in einer Würstchenbude am Rande unserer Kleinstadt. Ich bekam den Job. Meine Aufgabe bestand zunächst darin, mich auf die Papptellerchen zu legen und appetitlich auszusehen.

Ich erinnere mich noch genau an mein erstes Mal: »Ein Rebell-Burger, ey«, rief ein Kunde. »Mit Senf?«, fragt der Inhaber des Imbiss’, dessen nach ihm benannter Rebell-Burger weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt war.
»Logo!«
»Jan-Uwe, kommst du mal?«

Das war mein großer Moment. Ich trat neben meinen Chef und fragte zitternd vor Aufregung:
»Ja?«
»Der Herr will den Rebell-Burger mit Senf. Legst Du Dich bitte auf den Teller?»
»Klar.«

Ich drapierte mich auf dem Teller, mein Chef platzierte den Rebell-Burger neben mir und reichte das Gebilde seinem Kunden. Der stippte seinen Burger immer wieder in mich hinein und sagte »Hm, lecker!«

Schlimm wurde es aber in starken Geschäftszeiten, wenn mehrere Bestellungen gleichzeitig eingingen. Ich wusste gar nicht auf welchen Teller ich mich zuerst legen sollte. Ich konnte ja schlecht auf mehreren Tellern gleichzeitig liegen. Außerdem kam es während meiner Urlaubszeit zu Senf-Engpässen:
»Ketchup?«
»Lieber Senf. «
»Der ist im Urlaub.«

Eine Urlaubsvertretung war nicht leicht zu finden. Mein Chef sagte immer: »Finden Sie in der heutigen Zeit mal einen anständigen Senf.«

Auszug aus „Tote Tauben nerven nicht, Teil 1.

 

Written by januwefitz

April 29th, 2015 at 8:15 am

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Gestern im Speisewagen

„Haben Sie auch das Gefühl, dass die Atmosphäre zwischen uns beiden völlig vergiftet ist?“
„Ich wusste bis eben nicht mal, dass Sie auch im Speisewagen sitzen.“
„Dann achten Sie jetzt mal bitte drauf. Ich frage in einer halben Stunde noch mal.“

Written by januwefitz

April 21st, 2015 at 12:56 pm

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Vorübergehend defekt

Haben Sie eigentlich was gegen mich?
Überhaupt nicht! Wie kommen Sie denn auf die Idee?
Wegen Ihrer Körpersprache.
Ach, ignorieren Sie die einfach. Die ist zur Zeit kaputt und macht, was sie will.
Dann hat es also nichts zu bedeuten, dass Sie mich ständig anspucken?
Nein. Das ist überhaupt nicht abwertend gemeint. Sorry, wenn das so rüberkommt.
Dann ist gut.
Ich bin froh, dass Sie gefragt haben und ich die Sache klarstellen konnte.
Und ich erst.

Written by januwefitz

März 23rd, 2015 at 11:13 pm

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Wie geht dieses Lied weiter?

Wenn selbst ein Kind nicht mehr lacht wie ein Kind, dann

A) sind wir jenseits von Eden.
B) äfft es den Opa nach.
C) ist es wieder von so einem scheiß Dämonen besessen.
D) ist der Balg doch deutlich älter, als er aussieht.

Written by januwefitz

Februar 3rd, 2015 at 11:29 am

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Eine Liebesgeschichte.

Written by januwefitz

Januar 1st, 2015 at 5:08 pm

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Aus dem Tagebuch eines Taubenvergrämers

Habe kein Bargeld im Haus und kann dem Pizzaboten kein Trinkgeld geben. Biete ihm an, sich etwas aus der Wohnung im Wert von 2 € auszusuchen. Will mir ja nichts nachsagen lassen.

Written by januwefitz

Dezember 27th, 2014 at 6:01 pm

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Ein wichtiges Thema

- Ich beneide dich…
- Worum?
- Dass du so tun kannst, als würde dich dieses bescheuerte Thema wirklich interessieren.
- Es interessiert mich ja auch wirklich…
- …Echt?
- Ja.
- Du willst dich nicht nur wichtig machen und damit abkassieren?
- Nein. Das Thema liegt mir sehr am Herzen.
- Echt?
- Ja!
- Nein, oder?
- Doch!
- Warum?
- Es ist wichtig, dass darüber geredet wird.
- Aber alle reden doch rund um die Uhr seit Jahren darüber, immer das gleiche sagen sie, aber nichts passiert. Außer dass die, die darüber reden, damit Kasse machen.
- Das siehst du falsch.
- Ja?
- Ja.
- Echt?
- Ja.
- Na, dann… Noch ein Keks?
- Gern.
- Echt?

Written by januwefitz

Dezember 19th, 2014 at 7:53 pm

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Das war mein 2014.

Januar: Januar? Ich kenne keinen Januar.

Februar: Wenn etwas passiert ist, dann nicht in meinem Leben.

März: Oma lernt Jodeln.

April: Oma hängt das Jodeln wieder an den Nagel. Ich rede daraufhin nicht mehr mit ihr. Aber meine Körpersprache sagt: „Wenn du nicht langsam lernst, Dinge auch zu Ende zu bringen, dann wird nie was aus dir.“ Sie versteht und beginnt wieder zu jodeln.

Mai: Oma macht keine Fortschritte. Frage sie, warum sie nicht einfach das Jodeln an den Nagel hängt. Ist doch Geld zum Fenster rausgeworfen. Sie entgegnet, sie hätte total super gejodelt, als ich vorhin beim Bäcker war. Ich glaube ihr kein Wort, tue aber so, als würde ich ihr das vierte und achte Wort glauben.

Juni: Keine Erinnerung mehr an den Juni. In meinem Kopf war kein Platz mehr. Spiele mit dem Gedanken, mir einen Sekretär zuzulegen, der sich für mich erinnert. Habe aber Angst, er ist im Urlaub, wenn ich ihn mal brauche.

Juli: Habe mir ein paar Sekretäre angeguckt. Die haben verdutzt zurück geguckt.

Juli: Ach, hört mir mit dem Juli auf.

August: Wieder eine Fußball-WM verpasst. Keine Ahnung, wie ich das immer mache. Schon die WM in Deutschland zog unbemerkt an mir vorüber. Ich schaue den ganzen Tag fern, habe aber wohl immer zufällig umgeschaltet, bevor Fußball anfing. Das kann doch nicht sein. Ich wünsche mir etwas mehr Medieninteresse am Fußball. Schließlich zahle ich TV-Gebühren.

September: Immer wieder denke ich, es ist Oktober. Wenn ich das ausnahmsweise mal nicht denke, denke ich an Busen. 

Oktober: Der Oktober hat’s in sich. Ich sag’s Ihnen. Zwischendurch immer wieder der Gedanke: Oktober? War der nicht im September?

November: November? Der ist neu, oder? Muss mal meinen Sekretär fragen. Oder habe ich keinen Sekretär? Erinnere mich nicht. Muss mal meinen Sekretär fragen.

Dezember: Kann ich noch nicht sagen. Beginnt erst am Montag.

Written by januwefitz

Dezember 14th, 2014 at 10:07 pm

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