Taubenvergrämer aus aus aus

Ach, nee, doch nicht

Der erste Arbeitstag – immer schwierig

„Are you ready to paaaarty?“
„Mir ist letzte Woche eine Brücke rausgefallen.“
„Are you ready for a briiiiidge?“
„Und eine Plombe habe ich auch verloren.“
„Are you ready for a Ploooomb?“
„Deshalb bin ich hier.“
„Then Praxis-People get reeeeeady!“
-
Mein Zahnarzt ist mental noch in seinem Urlaub auf Malle.

Written by januwefitz

Februar 18th, 2015 at 7:04 pm

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Als ich Landwirtschaftsminister war

Nur die wenigsten wissen, dass ich mal Bundeslandwirtschaftsminister im Kabinett von Helmut Kohl war. Nicht einmal Helmut Kohl weiß das. Das ist einerseits schade, denn als ehemaliger Minister genießt man eine gewisse Reputation, und davon kann man ja nie genug bekommen. Ich hätte jedenfalls gerne noch mehr Reputation, das wäre mir lieber als Schinken, von dem ich langsam genug habe. Falls Sie also noch ein Geschenk für mich suchen: keinen Schinken, bitte.

Allerdings passten mein Amt und ich nie so recht zueinander. Besonders mein Verhältnis zu Kühen war schwierig. Da stimmte die Chemie einfach nicht. Und sagen Sie es bitte nicht weiter, aber Schweine, Hühner und Weizen mochte ich auch nicht besonders. Weizen konnte ich ehrlich gesagt auf den Tod nicht ausstehen.

Ach, ja. Erinnerungen.

Written by januwefitz

Februar 12th, 2015 at 4:42 pm

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Taubengedichte

Ein Vergrämer vergrämt die Tauben,
so manche musste schon dran glauben.
Doch gestern schoss er wohl zu schnell.
Denn der Kadaver hatte Fell.

Written by januwefitz

Februar 3rd, 2015 at 12:13 pm

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Wie geht dieses Lied weiter?

Wenn selbst ein Kind nicht mehr lacht wie ein Kind, dann

A) sind wir jenseits von Eden.
B) äfft es den Opa nach.
C) ist es wieder von so einem scheiß Dämonen besessen.
D) ist der Balg doch deutlich älter, als er aussieht.

Written by januwefitz

Februar 3rd, 2015 at 11:29 am

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Besondere Menschen, Teil 1

Heute starte ich auf diesem Blog eine neue Serie. Zugegeben: An Serienstarts mangelt es hier nicht, und natürlich wäre es schön, wenn ich eine Serie auch einmal fortsetzen würde. Aber dazu verliere ich zum einen zu schnell den Faden – oft weiß ich am Ende eines Satzes schon nicht mehr, wie ich ihn begonnen habe – und außerdem gehen mir meine Serien am Arsch vorbei.

Ich bin aber zuversichtlich, dass dem ersten Teil von “Besondere Menschen” weitere folgen werden, und harre gespannt der weiteren Entwicklung.

Zum Start der neuen Serie möchte ich Ihnen Ludger Niebaum vorstellen, einen jungen Westfalen, den ich kürzlich in einem Wartezimmer eines bayerischen Puffs kennenlernte, und der für mich deshalb ein besonderer Mensch ist, weil er so ehrlich mit sich selbst umgeht.

 

“Herr Niebaum, Sie sagen von sich selbst, Sie hätten keine Ahnung, was Sie reden. Können Sie uns ein bisschen davon erzählen.”

“Klaus ist Gärtner.”

“Danke für das Gespräch.”

“Hühnchen.”

Written by januwefitz

Januar 30th, 2015 at 10:17 am

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Entschuldigen Sie meine Störung

Meine Auftritte auf der Buchmesse Leipzig:

Am 13.3., 12.30 bis 13 Uhr in der Buchhandlung Hugendubel.

Am Freitag, 13.3., 20 Uhr mit dem wilden Fréderic Valin in der Rumpelkammer.

Am Samstag, 14.3., 20 Uhr mit Luci van Org und Christian von Aster in Noels Ballroom.

Written by januwefitz

Januar 29th, 2015 at 9:20 am

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Wenn der Fitze mit der Zitze

3 Kommentare

Sie haben weder ein interessantes Leben noch Fantasie und schreiben können Sie schon mal gar nicht? Dann veröffentlichen Sie doch ein Buch! Sammeln Sie, was das Zeug hält: Zettel, SMS, Dummheiten oder Listen. Oder machen Sie es wie ich: Belauschen Sie Gespräche und schreiben Sie sie auf. Gestern wurde ich in der Bahn Zeuge des folgenden Dialogs zwischen zwei Männern:

„Unterhalten Sie sich manchmal auch mit Ihren Zitzen?“

„Was?“

„Ob Sie manchmal mit Ihren Nippeln reden.“

„Nein.“

„Ich schon.“

„Aha.“

„Ja. Aber das Gespräch geht nie von mir aus.“

„Was?“

„Ich spreche nicht meine Brustnippel an, sondern die mich.“

„Und was sagen sie?“

„Wer jetzt?“

„Ihre Brustnippel.“

„Je nachdem, wer von beiden spricht.“

„Was sagt der linke?“

„Dass er traurig ist.“

„Warum?“

„Weil ich ihn nicht so lieb habe wie den rechten.“

„Hat er damit recht?“

„Nun ja….“

„Sie bevorzugen Ihren rechten Brustnippel gegenüber Ihrem linken?“

„Nein. Das nicht. Bevorzugen wäre zu viel gesagt. Ich achte darauf, beide gleichberechtigt zu behandeln. Aber emotional stehe ich dem rechten doch etwas näher als dem linken. Aber das lass ich ihn nicht spüren. Ich wasche meine linke Zitze genauso intensiv wie meine rechte. Vielleicht sogar intensiver, damit gar nicht erst ein Verdacht aufkommt.“

„Aber trotzdem merkt die linke etwas und fühlt sich zurückgesetzt.“

„Ja. Anscheinend. Das läuft wohl eher auf einer nonverbalen Ebene ab.“

„Was sagt Ihre linke Zitze, wenn sie mit Ihnen spricht?“

„Sie möchte wissen, ob Sie mir irgendetwas getan hat, weshalb ich Sie weniger lieb habe als die rechte. Und ob sie etwas tun könne, um das zu ändern.“

„Das ist aber sehr edel von ihr.“

„Oh, ja. Man kann meiner Zitze nichts vorwerfen. Sie ist eine mustergültige Zitze.“

„Und was antworten Sie?“

„Dass das nicht stimmt. Ich hätte sie genauso lieb wie ihr Pendant auf der anderen Seite. Ich würde keinen von beiden bevorzugen.“

„Aber sie glaubt Ihnen nicht.“

„Nein, Sie glaubt mir nicht. Und dann weint sie.“

„Ihre linke Zitze weint?“

„Oh ja! Bittere Tränen! Manchmal wird Sie aber auch wütend. Dann ruft sie alle meine linken Körperteile zum Streik auf. Sie redet denen ein, ich würde alle meine linken Körperteile emotional benachteiligen. Und die glauben ihr das auch noch. Wenn meine linke Körperhälfte im Warnstreik ist, dann höre, sehe, rieche, gehe und winke ich nur noch mit rechts. Wochenlang kann das gehen.“

„Haben Sie Ihr rechtes Nasenloch lieber als Ihre linke Arschbacke?“

„Nein. Bei Quervergleichen gilt das nicht automatisch, dass ich rechts links bevorzuge. Ich habe zwar meine linke Arschbacke nicht so lieb wie meine rechte, aber immer noch lieber als meine rechte Zitze. Die aber dafür die linke Zitze aussticht. Und mein linkes Nasenloch. Mein linkes Nasenloch kann ich überhaupt nicht leiden. Die ist ein Arschloch.“

„Leben Sie eigentlich gern?“

„Meine rechte Körperhälfte schon.“

Written by januwefitz

Januar 21st, 2015 at 1:15 pm

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Auftritte in Hamburg, Karlsruhe, Berlin und auf der Buchmesse Leipzig

Leipzig liest. Bzw. lässt lesen. Auch ich darf wieder. Diesmal sogar drei Mal. U.a mit dem 2. Teil von “Der Unerträgliche”.

Am 13.3., 12.30 bis 13 Uhr in der Buchhandlung Hugendubel.

Am 13.3., 20 Uhr mit dem wilden Fréderic Valin in der Rumpelkammer.

Am 14.3., 20 Uhr mit Luci van Org und Christian von Aster in Noels Ballroom.

Und außerdem:

26.2., 20 Uhr BERLIN: Jour Fitz im 4010 . Eintritt und Getränke frei.

28.2, 19.30 Uhr HAMBURG: Club 20457 mit der wunderbaren Anne Weiss.

5.3., 20 Uhr KARLSRUHE: Weinhandlung Musketier.

 

Written by januwefitz

Januar 20th, 2015 at 5:08 pm

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Vögel der Nacht

Polonaise unterm Taubenschwarm
Zieht durch die schwüle Sommernacht.
Die Kräh aus Träumen wirr erwacht.
Zum Schlafen war ihr eh zu warm.

 

Tauben sind nicht in Mode; waren sie nie. Und trotzdem habe ich sie wie keine anderen Vögel gelesen, studiert, in mich aufgenommen, mir zu eigen gemacht. Tauben: Die Außenseiter, die mit den dunklen Schatten, die Ratten der Lüfte. Gurren mit dem Klang von Cellotönen kurz vor dem Zerreißen. Den Kopf albern wippend, bis zur Schmerzgrenze, sekündlich bereit, abzufallen. Viren und Erreger voll von Geheimnis, Schwere, Düsternis. Manchmal sich aufschwingend zum Himmel, aber nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Mir wesensverwandt, dachte ich damals, denke ich noch immer, fühle ich jedenfalls. Nähe und Ferne, Desinteresse und Beobachtung. Hässlich schon als Kind.

Written by januwefitz

Januar 5th, 2015 at 8:09 pm

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Aus dem Tagebuch eines Taubenvergrämers

Habe kein Bargeld im Haus und kann dem Pizzaboten kein Trinkgeld geben. Biete ihm an, sich etwas aus der Wohnung im Wert von 2 € auszusuchen. Will mir ja nichts nachsagen lassen.

Written by januwefitz

Dezember 27th, 2014 at 6:01 pm

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