Taubenvergrämer aus aus aus

Ach, nee, doch nicht

Ein wichtiges Thema

- Ich beneide dich…
- Worum?
- Dass du so tun kannst, als würde dich dieses bescheuerte Thema wirklich interessieren.
- Es interessiert mich ja auch wirklich…
- …Echt?
- Ja.
- Du willst dich nicht nur wichtig machen und damit abkassieren?
- Nein. Das Thema liegt mir sehr am Herzen.
- Echt?
- Ja!
- Nein, oder?
- Doch!
- Warum?
- Es ist wichtig, dass darüber geredet wird.
- Aber alle reden doch rund um die Uhr seit Jahren darüber, immer das gleiche sagen sie, aber nichts passiert. Außer dass die, die darüber reden, damit Kasse machen.
- Das siehst du falsch.
- Ja?
- Ja.
- Echt?
- Ja.
- Na, dann… Noch ein Keks?
- Gern.
- Echt?

Written by januwefitz

Dezember 19th, 2014 at 7:53 pm

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Das war mein 2014.

Januar: Januar? Ich kenne keinen Januar.

Februar: Wenn etwas passiert ist, dann nicht in meinem Leben.

März: Oma lernt Jodeln.

April: Oma hängt das Jodeln wieder an den Nagel. Ich rede daraufhin nicht mehr mit ihr. Aber meine Körpersprache sagt: „Wenn du nicht langsam lernst, Dinge auch zu Ende zu bringen, dann wird nie was aus dir.“ Sie versteht und beginnt wieder zu jodeln.

Mai: Oma macht keine Fortschritte. Frage sie, warum sie nicht einfach das Jodeln an den Nagel hängt. Ist doch Geld zum Fenster rausgeworfen. Sie entgegnet, sie hätte total super gejodelt, als ich vorhin beim Bäcker war. Ich glaube ihr kein Wort, tue aber so, als würde ich ihr das vierte und achte Wort glauben.

Juni: Keine Erinnerung mehr an den Juni. In meinem Kopf war kein Platz mehr. Spiele mit dem Gedanken, mir einen Sekretär zuzulegen, der sich für mich erinnert. Habe aber Angst, er ist im Urlaub, wenn ich ihn mal brauche.

Juli: Habe mir ein paar Sekretäre angeguckt. Die haben verdutzt zurück geguckt.

Juli: Ach, hört mir mit dem Juli auf.

August: Wieder eine Fußball-WM verpasst. Keine Ahnung, wie ich das immer mache. Schon die WM in Deutschland zog unbemerkt an mir vorüber. Ich schaue den ganzen Tag fern, habe aber wohl immer zufällig umgeschaltet, bevor Fußball anfing. Das kann doch nicht sein. Ich wünsche mir etwas mehr Medieninteresse am Fußball. Schließlich zahle ich TV-Gebühren.

September: Immer wieder denke ich, es ist Oktober. Wenn ich das ausnahmsweise mal nicht denke, denke ich an Busen. 

Oktober: Der Oktober hat’s in sich. Ich sag’s Ihnen. Zwischendurch immer wieder der Gedanke: Oktober? War der nicht im September?

November: November? Der ist neu, oder? Muss mal meinen Sekretär fragen. Oder habe ich keinen Sekretär? Erinnere mich nicht. Muss mal meinen Sekretär fragen.

Dezember: Kann ich noch nicht sagen. Beginnt erst am Montag.

Written by januwefitz

Dezember 14th, 2014 at 10:07 pm

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Wieder nix

Der Maulwurf ist bei der Wahl zum Vogel des Jahres auch in diesem Jahr wieder leer ausgegangen. Und das, obwohl er im Vorfeld als der große Favourit galt. Im anschließenden Interview zeigte er sich kämpferisch: „Pfff. Dann halt 2015.“

Written by januwefitz

Dezember 8th, 2014 at 4:00 pm

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Freunde

„Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie ist es interessanter, über dich zu reden als mit dir.“

„Geht mir genauso.“

„Dann machen wir es doch einfach so: Wir treffen uns in einer Woche wieder und erzählen uns, was wir über den anderen bis dahin so gehört haben.“

„Gute Idee.“

 

Written by januwefitz

November 26th, 2014 at 3:25 pm

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Aus dem Leben eines Provinzvergrämers in der großen Stadt

1

Ein ungleicher Kampf. Aber einer muss ihn kämpfen.

Texte über das Leben und die Liebe. Beides kenne ich zwar nur vom Hörensagen, aber dafür habe ich einige exklusive Meinungen dazu

Am:

8.1. 20 Uhr MAGDEBURG Moritzhof

28.2. 19.30 Uhr HAMBURG Club 20457

14.3. 20 Uhr LEIPZIG Noels Ballroom

Written by januwefitz

September 26th, 2014 at 5:08 pm

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Die Fälle des Taubenvergrämers, 647

Aus meinem ebook „Tote Tauben nerven nicht“.

Es ist unerträglich heiß in der Stadt. Und ausgerechnet heute, am vorerst heißesten Tag des Jahres, führt mich ein Auftrag auf einen Dachboden in Wedding. Der Schweiß strömt in Sturzbächen aus meinen Poren, und ich habe nur den einen Wunsch: diesen Job so schnell wie möglich hinter mich zu bringen und in mein klimatisiertes Büro zurückzukehren.

Doch zuvor muss ich noch diese Taube vergrämen, die sich hier oben auf den Speicher verirrt und einer nichtsahnenden Mieterin einen gehörigen Schrecken eingejagt hat. Denn wen ruft man bei einem Taubenproblem? Richtig: Jemanden, der sich damit auskennt. Einen Taubenvergrämer. Mich. Mein Name ist Fitz. Jan-Uwe Fitz. Ich bin der Beste. Der Kampf gegen die Tauben der Stadt ist mein täglich Brot.

Die Taube hat sich in eine Ecke zurückgezogen und beobachtet interessiert, wie ich mich ihr gebückt und mit langsamen Schritten nähere. Als ich noch knapp einem Meter entfernt bin, zücke ich das Antitaubenspray und richte es auf den Vogel.
Da sagt die Taube plötzlich:
»Sind Sie das schon wieder, Taubenvergrämer Fitz?«

Eines sollte ich Ihnen vielleicht noch erklären, liebe Leser: Ich bin kein normaler Taubenvergrämer. Ich verstehe und spreche auch die Sprache der Vögel. Was mir meinen Beruf nicht unbedingt einfacher macht.

»Ja«, bestätige ich zögerlich. »Kennen wir uns?«
»Ja, wir hatten bereits mehrfach das Vergnügen. Erinnerste dich nicht?«
»Nein. Ihr Tauben seht für mich alle gleich aus.«
»Ihr Menschen für mich auch.«
»Woher kennen wir uns denn?«
»Du hast schon mehrfach versucht, mich zu vergrämen. Erst letztens. Auf der Flughafenbaustelle.«
»Ach, ja? Da haben Sie aber Glück, dass Sie noch leben.«
»Na, ja. Glück. So sehr hänge ich jetzt auch nicht am Leben… So toll ist es auch nicht, eine Taube zu sein… Und? Weshalb bist du jetzt hier? Willst du mich wieder vergrämen?«
»Genau das hab ich vor….«
»Ich hab’s geahnt… Was hab ich diesmal falsch gemacht?«
»Sie haben einen der Mieter erschreckt.«
»Aber da kann ich doch nichts dafür! Ich hab nur so vor mich hingegurrt, da kam dass Alte vorbei und hat aufgeschrien? Nur so! Ich hab echt nichts getan! Ich schwöre!«
»Die Menschen ekeln sich eben vor Tauben.«
»Ich weiß… Wegen Kot, Viren, Bazillen, pipapo… Ratten der Lüfte und so…«
»Wahrscheinlich.«
“Weißt du, von wem das stammt mit den Ratten der Lüfte? Von Günther Grass! Niemand nimmt den Mann ernst, ja aber wenn er sagt “Tauben sind die Ratten der Lüfte” – alle so Applaus! Applaus! Ihr Menschen, ey… Und jetzt sollst du dich um mich kümmern, oder was?”
»Genau.«
»Und das machst du auch.«
»Ist ja mein Job.«
»Ach so! So einer bist du! Immer schön Befehl und Gehorsam. Nicht nachdenken. Hauptsache, Pflicht erfüllen. Glückwunsch. Ganz toll, du Freigeist.«
»Ich muss auch von etwas leben.«
»Davon, Tauben zu töten???«
»Ja…«
»Na, gut. Dann los. Bringen wir es hinter uns. Knall mich ab!«
»Ich werde Sie nicht erschießen.«
»Warum nicht?«
»Ich hab Antitaubenspray.«
»Ach, du scheiße. Ist das ein qualvoller Tod?«
»Nein, Sie entschlafen sanft.«
»Ich trau dir nicht. Die letzten Mal hat es ja auch nicht geklappt.«
»Diesmal erhöhe ich die Dosis. Die sollte eigentlich einen Elefanten einschläfern…«
»Wehe nicht…«
»Sagen Sie: Was machen Sie überhaupt hier oben?«
»Keine Ahnung. Hab mich herverirrt. Und dann kam ich nicht mehr raus. Frag nicht.«
»Ich dachte, Ihr Tauben seid so klug.«
Nee, das sind die Krähen.«
»Findet Ihr nicht sogar aus größter Entfernungen immer wieder in euren Schlag?«
»Nicht, wenn wir eingesperrt sind, Doofkopp! Wir Tauben kennen nur den kürzesten Weg zurück. Und der geht Luftlinie. Luftlinie ist hier aber die Wand.«
»Wie orientieren sich Tauben eigentlich?«
»Weiß ich doch nicht. Hab’s im Instinkt. Vielleicht an der Sonne oder so.«
»Aber die Sonne bewegt sich doch. Da landet Ihr doch immer woanders…«
»Quatsch. Die Erde bewegt sich, Depp! Sind alle Menschen so dumm wie du?«
»Trotzdem: Wenn Ihr Euch an der Sonne orientiert, landet Ihr doch je nach Tageszeit immer woanders.«
»Ja, was weiß ich denn? Irgendwas werde ich schon richtig machen. Sonst wäre aus mir ja wohl kaum eine Brieftaube geworden.«
»Sie sind eine Brieftaube?«
»Nein. Aber um ein Haar wäre ich eine geworden! Nur habe ich mir leider früh einen Flügel verknackst. Da war es dann aus mit der Karriere. Sonst wäre ich heute bestimmt Taubenweitflugweltmeister.«
»Soll ich mal googeln, wie sich Tauben orientieren?«
»Googeln? Hast Du etwa auch so ein scheiß Smartphone dabei?«
»Immer!«
»Boah! Noch so einer, der ständig auf seinem Handy rumdrückt. Sogar während Gesprächen. Scheiß Junkies…«
»Aber googeln ist doch praktisch. Wenn man Fragen hat, kann man die sofort klären.«
»Ihr Menschen seid doch alle krank. Was ist denn dagegen zu sagen, mal ein paar Stunden lang sinnlos zu diskutieren? Ich habe Recht!“ „Nein, ich habe Recht!« «Nein, ich! Nein, ich!“ So etwas nennt man Gesprächskultur! Aber das geht ja heutzutage nicht mehr, weil immer gleich jemand die richtige Antwort googelt. Eins sag ich Dir: Das mobile Internet zerstört das Zusammenleben zwischen den Menschen. Und zwischen den Menschen und Tauben. Jawoll!«
»Pinguine sind ja auch Navigationskünstler habe ich mal gelesen.«
»Pinguine? Kenn ich nicht.“
»Sind auch Vögel.«
»Vergrämste die auch?«
»Nein, in Deutschland gibt es keine.«
»Haste die schon vergrämt?«
»Nein!«
»Lüg nicht. Bestimmt. Ihr Vergrämer habt alle Pinguine ausgerottet und dann festgestellt: „Huch, die Pinguine sind ja weg. Ei, was machen wir denn nun? Wir können ja gar nicht mehr vergrämen? Wovon sollen wir den leben? Haben wir uns etwa den Ast abgesägt hat, auf dem wir sitzen, wir dummen, dummen Pinguinvergrämer? Was machen wir denn nur, was machen wir denn nur? Ach, vergrämen wir doch einfach die Tauben!“ Und was passiert, wenn Ihr uns auch ausgerottet habt? Hä? Sucht Ihr Euch dann die nächsten wehrlosen Vögelchen, um zu beweisen, dass der Mensch die Krone der Schöpfung ist? Wer ist dann dran? Hm? Die Amseln? Die Kühe?«
»Kühe?«
»Ja, Kühe. Oder habt Ihr die auch schon ausgerottet?«
»Kühe sind aber keine Vögel…«
»Ja, ich weiß. Du passt aber auch auf wie ein Luchs… Mir ist so schnell nix anderes eingefallen. Meisen! Jetzt hab ich’s. Meisen! Mist. War die Zunge wieder schneller als der Verstand. Von mir aus könnt Ihr die Kühe übrigens vergrämen. Die sind sowieso alle doof. Das sind die Erzfeinde von uns Tauben. Wenn die nicht wären, wären wir Tauben viel beliebter.«
»Ja?«
»Ja. Dann würden die Menschen unsere Milch trinken! Dann wären wir die Nutztiere!“
»Jetzt ist aber langsam mal gut. Tauben geben keine Milch…«
»Nein, nicht mehr! Die Evolution hat uns Tauben ja die Euter wieder abgeknöpft. Weil wir sie nicht mehr brauchten… nachdem die Kuh erfunden war.«

»Was reden Sie eigentlich die ganze Zeit für ein dummes Zeug?«

»Oh, entschuldige der Herr, wenn ich ihn intellektuell unterfordere… Hey! Ich schwebe in Todesgefahr! Ich werde gleich sterben! Durch dein blödes Spray, das Elefanten umhaut. Weißt du, was das für eine Belastung ist? Und da fragst du allen Ernstes, warum ich dummes Zeug rede? Schon mal Dead Man Walking gesehen? Ich bin Dead Pigeon Walking! Im Angesicht des Todes ist man nicht mehr Herr seiner Sinne! Ich habe Angst vor dem Tod! Weiß ich denn, was danach kommt? Vielleicht werde ich im nächsten Leben so ein Taubenvergrämer wie du! Da wäre ich aber gearscht.«
»Warum winseln Sie dann nicht um Gnade?«
»Ach? Bringt das was?«
»Mehr, als mich zu beleidigen.«
»Ist es dafür schon zu spät?«
Probieren Sie’s.«
»Ich dachte, mein Tod wäre unausweichlich.«
»Ich soll nur die Taube vom Dachboden entfernen. Ich kann Sie am Leben lassen, wenn Sie einfach davon fliegen.«
»Der Hausbesitzer hat nicht gesagt: Bring mir den Kopf der Taube auf einem Silbertablett?«
»Nein.«
»Ach.… Joh, dann… Gnade?«
»Na, gut.«
»Danke. Dann mache ich mich doch mal aus dem Staub… Nicht, wahr? Ich merk schon gleich, wie ich viel entspannter bin. Wenn du willst, können wir jetzt noch ein intelligentes Gespräch führen. Ohne Todesangst bin ich ein ziemlich inspirierender Gesprächspartner. Hast du gestern Arte gesehen?«
»Ist schon o.k. Fliegen Sie lieber auf und davon, bevor ich es mir anders überlege.«
»Äh, ich komm ja hier nicht raus. Kannst du vielleicht das Fenster öffnen?«
»Das ist offen.«
»Echt? Ich Doofi.«

Die Taube hebt ab und knallt gegen die Scheibe.

»Hihi. Kleiner Scherz«, schmunzele ich.

»Arsch«, sagt die Taube benommen. »Mach das Fenster auf.«
Nun öffne ich das Fenster. Die Taube flattert auf die Fensterbank, prüft vorsichtig mit dem Schnabel, ob wirklich keine Scheibe mehr im Weg ist, und flattert davon.
Ich blicke ihr nachdenklich hinterher. Ehrlich gesagt, habe ich das Gefühl, dass das hier nicht meine letzten Begegnung mit dem Vogel war.
Dann greife ich in meine Hosentasche, ziehe mein Smartphone heraus und googele endlich: „Wie orientieren sich Tauben?»

Written by januwefitz

September 7th, 2014 at 2:24 pm

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Meine Mission: Kill their darlings.

Sie lächelte selig und sagte, sie liebe dieses Lied und könne es ständig hören. Ich erwiderte, zu dem Song hätte ich mir mal die Zehnägel geschnitten. Heute hört sie das Lied kaum noch.

Written by januwefitz

September 7th, 2014 at 1:20 pm

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Gestern an der Theke

„Bereuen Sie, dass wir uns kennengelernt haben?“
„Von Anfang an.“
„Ich auch.“
„Ist das eine Retourkutsche?“
„Nein.“
„Schwören Sie.“
„Ich schwöre.“
„Na, gut.“
„Noch ein Bier?“
„Gern.“

Written by januwefitz

September 1st, 2014 at 9:51 am

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Dreck

Aus welchem Dreck die Menschen heutzutage ihr Selbstvertrauen beziehen – unglaublich.

Written by januwefitz

August 21st, 2014 at 9:34 am

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Psychopath

Eigentlich bin ich kein Psychopath, aber anders hat man ja keine Chance.

Written by januwefitz

August 21st, 2014 at 9:02 am

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