Wie man richtig den Kontakt einstellt
Immer mehr Menschen wollen mit anderen Menschen nichts mehr zu tun haben. Doch was theoretisch so einfach klingt, entwickelt sich in der Praxis häufig zu einem großen Problem. Gerade Anfängern, vor allem Menschen, die jahrelang von jedem alles hingenommen haben und sich nun entschließen, doch endlich mal den Kontakt einzustellen, unterläuft dabei so mancher Fehler. Sie unterschätzen, dass viele Menschen so ignorant und unsensibel sind, dass sie gar nicht merken, dass man mit Ihnen nichts mehr zu tun haben möchte. Stattdessen glauben sie, man hätte lediglich viel um die Ohren, oder sich lediglich etwas aus den Augen verloren. Erst nach ihrem Tod erreicht sie die Erkenntnis: “Huch, der Fitz (Name von der Redaktion geändert) war gar nicht auf meiner Beerdigung.”
Doch häufig kann man den Kontakteinstellenden von einer Mitschuld nicht freisprechen. Auf die Frage „Was ist denn los, warum meldest Du Dich nicht mehr bei mir?“ antwortet er aus Feigheit „Ich habe viel um die Ohren.“ Oder: „Och, nichts. Wir haben uns wohl lediglich etwas aus den Augen verloren“.
Kein Wunder, wenn der andere dies als Erklärung akzeptiert und nicht weiter bohrt. Wie soll jemand wissen, dass ich den Kontakt eingestellt habe, wenn ich ihm das nicht deutlich sage? Nichts mehr von mir zu hören allein ist noch kein untrügliches Zeichen für ewige Funkstille. Dahinter kann auch Vergesslich-, Gleichgültig- oder Heiserkeit stecken.
Beim Kontakt einstellen ist es wie so häufig im Leben: Ohne klare Worte kommt man nicht ans Ziel. Nur wer deutlich sagt, dass er den Kontakt einstellt, wird am Ende Ruhe und Genugtuung empfinden.
Im Folgenden drei Fälle aus meinem reichen Erfahrungsschatz an Kontakteinstellereien, aus denen hoffentlich all jene etwas lernen, die damit liebäugeln, den Kontakt einzustellen:
Fall 1:
Ich klingele. Ein flüchtiger Bekannter öffnet.
„Herr Fitz“, begrüßt er mich freundlich. „Wir haben uns ja jahrelang nicht mehr gesehen.“
„Diese Vertraulichkeiten können Sie sich sparen“, schimpfe ich. „Ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass ich mit Ihnen nichts mehr zu tun haben möchte.“
„Oh, nein.“ Er wirkt traurig. Eine Träne kullert über seine Wange. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich werde ich weich.
„Äh, nein, war ein Scherz“ erwidere ich voller Mitleid und trockne ihm mit meinem Ärmel die Tränen.
„Ihr Ärmel riecht ein bisschen“, sagt er mit tränenerstickter Stimme. Ich rieche an meinem Pullover und stelle fest, dass er recht hat, tröste mich aber damit, dass ich nicht ahnen konnte, dass man zum Kontakt einstellen frisch gewaschene Klamotten anziehen sollte.
„Was machen Sie nur für Scherze, Sie Bestie“, wimmert er. „Sind Sie nu gekommen, um mich zu verarschen?“
„Nein“, lüge ich und suche verzweifelt nach einer Ausrede. „Ich…ich… bin gekommen, um zu fragen, ob Sie nicht ein Bier mit mir trinken möchten.“
Puh, gerade noch rechtzeitig.
„Äh, jetzt sofort?“ Er hat sich wieder gesammelt. Ein Lächeln huscht über sein Gesicht.
„Joh, warum nicht…“ sage ich halbherzig. „Aber falls Sie keine Zeit haben: nicht schlimm. Dann saufe ich allein.”
„Doch, ich habe Zeit!“ Er strahlt. “Ich hole nur schnell meine Jacke.“
Er verschwindet in seiner Wohnung, vermutlich um seine Jacke zu holen. Ich hingegen nehme die Beine in die Hand und fliehe so schnell ich kann.
Was lernen wir aus diesem Fall? Wenn Sie den Kontakt einstellen möchten, seien Sie darauf vorbereitet, dass Ihr Gegenüber die sentimentale Karte ausspielt – und bleiben Sie stark. Vergessen Sie nie: Sie wollen Ihre Ruhe vor ihm haben! Und kein Bier trinken.
So wäre es richtig:
Ich klingele. Ein flüchtiger Bekannter öffnet.
„Herr Fitz“, begrüßt er mich freundlich. „Wir haben uns ja jahrelang nicht mehr gesehen.“
„Diese Vertraulichkeiten können Sie sich sparen“, schimpfe ich. „Ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass ich mit Ihnen nichts mehr zu tun haben möchte.“
„Oh, nein.“ Er wirkt traurig. Eine Träne fließt über seine Wange.
„Sie brauchen gar nicht rumzuheulen. Ich bin wild entschlossen. Das Maß ist voll. Das Fass ist übergelaufen. Der Drops ist gelutscht.“
„Was habe ich denn getan?“
„Wenn Sie das nicht selber wissen…“
„Nein, weiß ich nicht.“
„…dann weiß ich es erst recht nicht.“
Ich nicke bekräftigend und lasse ihn allein an der Haustür zurück. Das mag nicht überzeugend gewirkt haben, aber es ist kaum vorstellbar, dass er nach dieser Attacke noch Wert auf meine Bekanntschaft legt.
2. Fall:
Ich klingele. Ein flüchtiger Bekannter öffnet.
„Herr Fitz“, begrüßt er mich freundlich.
„Diese Vertraulichkeiten lassen wir am besten gleich mal sein“, schimpfe ich. „Ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass ich den Kontakt zu Ihnen einstelle.“
„Haben Sie das nicht letztes Jahr schon getan?“ Er sieht mich fragend an. Ich sehe mindestens so fragend zurück.
„Habe ich…?“ frage ich unsicher. Wenn ich mich nur erinnern könnte.
„Ich meine schon”, sagt er.
„Bin ich damals auch persönlich vorbeigekommen, um den Kontakt einzustellen?“
„Soweit ich mich erinnere…“
„Dann entschuldigen Sie, bitte. Man verliert heutzutage so schnell den Überblick, zu wem man noch Kontakt hat und zu wem nicht. Es ist alles so egal geworden.“
“Darf ich Ihnen einen Tipp geben?“
„Nein, ich habe keinen Kontakt mehr zu Ihnen.“
„Schreiben Sie sich in Zukunft einfach auf, zu wem Sie den Kontakt bereits eingestellt haben. Und lassen Sie sich das von der Person quittieren, nachdem Sie ihr die Nachricht überbracht haben. Wenn Ihnen dann wieder mal jemand einfällt, bei dem Sie denken, “Och, den möchte ich auch nie wiedersehen, aber ich weiß partout nicht, ob ich mich von dem schon abgewandt habe”, gucken Sie einfach auf Ihre Liste und wissen: Aha.“
Ich halte dem Mann mein iphone unter die Nase.
„Können Sie mir hier quittieren, dass wir ab sofort keinen Kontakt mehr haben?“
Er rotzt auf mein Display und ich bedanke mich artig. Dann beäuge ich mein iphone, sehe wie der Schnodder drauf wabert und frage mich, warum ich nicht einfach ein Foto von dem Mann gemacht habe. Hätte mir als Quittung ja auch gereicht.
Egal. Zu spät. Ich wende mich nun an den Herrn wie ein Paketbote, der die Handschrift auf der Empfangsbestätigung nicht lesen kann:
„Und das heißt?“
„Koslowski.“
„Koslowski? Oh. Zu Ihnen wollte ich den Kontakt gar nicht einstellen. Wohnt hier denn nicht Pascal- Ibrahimowich?“
„Nein, der wohnt drei Häuser weiter.“
„Dann entschuldigen Sie. Ich wollte eigentlich zu dem den Kontakt einstellen. Mit Ihnen hatte ich doch nie ein Problem. Oder?”
“Nicht dass ich wüsste. Habe mich ehrlich gesagt auch schon etwas gewundert. Wir haben doch damals auf der Einladung von Herrn Petermann so gut harmoniert. Am Katzentisch.”
Ich kratze mir gedankenverloren den Hals.
“Man lernt heutzutage so viele Menschen kennen.”
“Geht mir auch so. ich wüsste auch nicht, zu wem ich noch Kontakt habe und zu wem nicht.“
„Danke für Ihre freundlichen Worte. Das ist sehr tröstlich.“
“Ich sage ja immer: Lieber zweimal den Kontakt eingestellt als gar nicht.“
„Sie sind sehr weise. Es wäre eine Schande, würde ich zu Ihnen den Kontakt einstellen.“
“Schönes Leben noch, Herr Fitz.”
„Danke, Ihnen auch. Wo war jetzt noch das Haus von Herrn Petermann?“
“Die Straße runter.”
“Hoffentlich erkenne ich ihn noch. Ist ja lange her. Bin ganz nervös.”
“Keine Angst, wenn Sie den Mann sehen, wissen Sie sofort: Mit dem möchte ich nie wieder Kontakt haben.”
Was lernen wir aus dieser Episode: Puh, keine Ahnung.
3. Fall
Ich klingele. Ein flüchtiger Bekannter öffnet die Haustür
„Jan-Uwe“, begrüßt er mich freundlich.
„Wir duzen uns?“, frage ich verblüfft.
„ Na, klar. Ich bin es, Dein Vater.“
„Ach? Wohnt hier nicht Peter Petermann, Vater?“
„Nein, wir wohnen hier, Jan-Uwe. Deine Eltern, Jan-Uwe.“
„Schon immer, Vater?“
„Schon immer, Jan-Uwe.”
“Kannst Du nicht aufhören ständig Jan-Uwe zu sagen, Vater?”
“Wenn Du aufhörst, Vater zu sagen, Jan-Uwe.”
“Du zuerst, Vater.”
“Ok.”
Ich warte eine Weile, dann bin ich mir sicher, dass er nicht mehr Jan-Uwe sagen wird.
“Erinnerst Du Dich denn nicht mehr an dieses Haus? Du hast hier Deine Kindheit verlebt.“
„Die muss ich wohl verdrängt haben.“
„Ach, übrigens: Wo Du schon einmal da bist. Deine Mutter und ich – wir wollen in Zukunft den Kontakt zu Dir einstellen.“
“Im Ernst? SO kurz vor dem Erbe? Das ist aber auch ein Pech.”
“So ist das oft im Leben. Kurz vorm Ziel ist alles im Eimer.”
“Ich wollte auch gerade den Kontakt einstellen.“
„Das musst Du nicht sagen. Uns ist egal, was Du willst.“
„Nein, ehrlich. Wollte ich wirklich.”
“Ach, Quatsch. Du liebst uns. Wir sind Deine Eltern.”
“Na, und? Deshalb kann ich doch den Kontakt einstellen.”
“Nein, nein, das würdest Du nie tun. Du hattest immer Größe. Keine Ahnung, von wem Du das hast. Von mir jedenfalls nicht.”
“Von mir auch nicht” brüllt meine Mutter aus dem Hintergrund.
“Ist Dein Sohn” brüllt mein Vater nach hinten.
“Ich weiß!” brüllt meine Mutter zurück.
„Sonst noch was?“, fragt er mich und wirft, bevor ich antworten kann, die Tür zu.
Was lernen wir aus dieser Episode? Wenn Du den Kontakt einstellen willst, sei schnell. Lass Dich vor allem nicht in Smalltalk verwickeln. Sonst stellt die Gegenseite zuerst den Kontakt ein und Deine Replik wirkt nur wie eine beleidigte Retourkutsche.
Und nun, liebe Leser, zeigen Sie, was Sie gelernt haben: Suchen Sie sich den nächstbesten Bekannten und stellen Sie den Kontakt ein.
Kindheitserinnerungen, Teil 1
An dieser Stelle veröffentliche ich von Zeit zu Zeit Kapitel aus meinem Buch “Entschuldigen Sie meine Störung” (siehe rechts), die ich im Eifer des Gefechts verschlampt hatte:
Schon meine Eltern waren Einzelgänger und scheuten den Kontakt zu Gott und der Welt. Nicht einmal miteinander hielten sie es in einem Raum aus, jedenfalls habe ich die beiden in meinem ganzen Leben nie gleichzeitig gesehen. Es ist mir ein Rätsel, wie sie mich gezeugt haben. Vielleicht hatten sie eine gemeinsame Vergangenheit, vor meiner Geburt, das möchte ich gar nicht ausschließen.
Selbst beim Mittagessen war immer nur einer von beiden zugegen. Der andere müsse sich angeblich gerade von mir ‚erholen’.
„Weißt du, was ich glaube?“ wandte ich mich eines Tages überraschend an meine Mutter und beugte mich herausfordernd über den Essenstisch. „Papi und du – Ihr seid ein und dieselbe Person. ihr habt Euch schon längst scheiden lassen, aber das vor mir geheimgehalten.“
„Wie kommst du denn auf so einen Quatsch?“ fragte Mutter gespielt fassungslos.
„Ich habe euch noch nie zusammen gesehen. Nur nacheinander. Entweder Mami oder Papi. Da stimmt doch was nicht.“
„Wir brauchen eben unsere Freiheit. Wir halten es mit mehr als einem Menschen im Raum nicht aus.“
„Aber ich bin Euer Kind! Mit mir müsst Ihr es aushalten!” schimpfte ich. “Warum habt ihr überhaupt eine Familie gegründet, wenn Ihr nur zu zweit sein wolltet?“
Ich klang unter Umständen etwas verzweifelt.
„Wir haben uns verzählt“, antwortete meine Mutter. „Wir dachten, wir wären mit dir zu zweit und nicht zu dritt. Du kannst dir vorstellen, wie erschrocken wir waren, als wir nach Deiner Geburt noch einmal die Familie durchzählt.“
„Und? Habe ich recht? Habt Ihr Euch scheiden lassen? Einer von Euch ist weg und du tust so, als wärst du beide Elternteile? Gib’s zu: Du bist sowohl Mami als auch Papi. Die Frage ist nur: Wer bist du eigentlich? Mami oder Papi?“
„Wie kommst du nur auf so etwas?“
„Habe Tootsie und Rubbeldiekatz gesehen. Ist ziemlich einfach, andere Menschen zu foppen, wenn man sich als das andere Geschlecht ausgibt. Und mich als Kleinkind hat man natürlich besonders leicht an der Nase herumgeführt.“
„Das stimmt nicht. Niemand hat dich an der Nase herum geführt.“
„Na?“
„Ja, ok”, gestand meine Mutter kleinlaut ein.
„Wusste ich’s doch. In der Welt wimmelt es vor kranken Schweinen. Warum sollen ausgerechnet meine Eltern keine sein?”
„Wir dachten, eine Scheidung könnte dir schaden”, sprudelte es aus meiner Mutter oder Vater oder was weiß ich wer er oder sie war, heraus. Deshalb haben wir sie vor dir geheim gehalten.“
„Aber dieses Verwirrspiel schadet mir nicht, oder was?“
„Keine Ahnung“, sagte mein(e) Mapa verächtlich. „Kann nicht in die Zukunft schauen. War halt ein Versuch.”
“Entschuldigen Sie meine Störung”. Die Live-Lesungen.
23.1. BERLIN, Yuma Bar. Mit Frederic Valin. Diese Veranstaltung findet alle 14 Tage montags statt. Also auch am am 6.2., 20.2. etc.
4.2. BERLIN Kreuzberg, in Ursula Montinaro. Gemeinsam mit Matthias Sachau.
14.2. HAMBURG, Haus 73. Mit Judith Gliesche. Hier geht’s zur Facebookeinladung.
18.2. BERLIN, St. Oberholz, Treppenhauslesung. Mit Frederic Valin, Michael Bukowski, Martin Oetting, Germanpsycho, Judith Gliesche, Bastian Melnyk und Silvester Klement.
(Info: Die erste Lesebühne in einem Treppenhaus. Zumindest die erste Lesebühne in einem Berliner Treppenhaus. Oder wenigstens die erste Lesebühne in einem Treppenhaus, das um die Jahrhundertwende entstanden ist und noch original so aussieht. Auf jeden Fall die erste Lesung im Treppenhaus des Sankt Oberholz am ehrwürdigen Rosenthaler Platz. Im Erdgeschoss sitzen die Autoren und lesen ihre Texte, am Treppengeländer stehen die Zuschauer und blicken auf das lesende Volk herab. Im 3. Stock: Alkohol.
Eintritt: 5,-. Reservierungen bitte an @januwefitzgooglemail.com.
24.2. BASEL, Nasobem. Mit freundlicher Unterstützung von VTX Telecom.
16.3. LEIPZIG, McCormacks. Mit Christian von Aster und Dirk Bernemann.
26.3. KÖLN, Stadtbibliothek. Mit Anja Gottschling (@3x3ist6), @lasermaki, @mogelpony und @menschette. Infos hier.
21.4. WÜRZBURG, im Wunschlos glücklich. Mein Buch (siehe rechts) wird an diesem Tag genau 1 Jahr alt. Grund das ordentlich zu feiern. Gast: @diepebbs.
Für weitere Lesungen stehe ich gern zur Verfügung. Anfragen gern über Facebook (Jan-Uwe Fitz) oder per Mail an januwefitz@googlemail.com.
Oberwitze. The Next Generation. Teil 2.326
“Ich würde Ihnen ja gern Trinkgeld geben, Herr Ober, aber ich habe Angst, dass Sie das versaufen.
“Huch!”
“Was machen Sie denn mit dem Geld?”
“Kommt drauf an, wieviel Sie mir geben.”
“Angenommen, ich runde den Betrag von 9,80€ auf 10 € auf?”
“Hm, schwierig…”
“Sie sollten sich langsam Gedanken machen, mein Freund.”
“Ich feiere davon eine fette Party.”
“Warum tun Sie nicht etwas Gutes mit dem Geld?”
“Dazu bin ich ein zu egoistisches Schwein.”
“Ich zahle Ihnen Ihr Trinkgeld am besten in Naturalien aus. Hier, nehmen Sie den Inhalt des Salzstreuers. Salz ist wichtig. Der Mensch braucht Salz. Sie sehen sowieso etwas untersalzt aus.”
“Das Salz gehört dem Restaurant.”
“Nein, noch gehört es mir. Ich darf so viel davon verwenden, wie ich möchte, solange ich an diesem Tisch sitze. Also darf ich es Ihnen auch als Trinkgeld geben.”
“Oh, da bedanke ich mich herzlich.”
“Und weil Sie so freundlich und aufmerksam waren, bekommen Sie auch noch was aus dem Zuckerschälchen. Halten Sie mal die Hand auf.”
“Schütten Sie es mir doch gleich in den Mund.”
“Oder so.”
(schüttet dem Kellner den Zucker aus dem Fässchen in den Mund)
“Aaankee!”
“Gern geschehen. Ich habe übrigens noch eine gute Nachricht für Sie.”
“Ja? Das ist ja super. Nämlich?”
“Ich bin Bundestagsabgeordneter und werde mich für die Einführung eines Trinkgeld-Chips für Servicepersonal einsetzen. Auf diesem Chip können Sie sich von zufriedenen Gästen Ihr Trinkgeld gutschreiben lassen. Und am Ende des Monats bekommen Sie davon Wurstbrote.”
“Wurstbrote?”
“Wurstbrote. Nicht dass Sie das Trinkgeld doch versaufen.”
“Dann sollten Sie es Wurstbrot-Chip heißen.”
“Gute Idee. Schön, dass Sie mitarbeiten.
“Danke. Und einen schönen Abend noch der Herr.”
“Gleichfalls.”
Gestern nach dem Selbstmordversuch
„Ach herrje, das ist alles so schrecklich. Ich wusste ja nicht, dass du lebensmüde bist. Warum hast du nie etwas gesagt?“
„Hab’ ich doch.“
„Du meinst das dauernde Rumgejammere? Das zählt nicht.“
„Wären dir versteckte Hilferufe lieber gewesen?“
„Die hätten zumindest nicht so genervt.“
Etwas Eigenkitsch: Wieviel Vergraemer steckt in Jan-Uwe Fitz?
Ein seltsames Jahr geht vorbei. Seltsam im Sinne von “eigentlich überraschend ok”. Nicht zuletzt deshalb, weil ich mein erstes Buch veröffentlichen durfte (das sich auch noch zufriedenstellend verkauft) und meine Lesungen überraschend gut besucht waren. Ich danke meinem Verleger Jo Lendle von DuMont für seinen Mut und vor allem meiner Agentin Michaela Röll von der Agentur Petra Eggers für ihren unerschütterlichen Glauben an mich – den sie sich sogar von mir nicht ausreden ließ.
Falls jemanden interessiert, wieviel Vergraemer in Jan-Uwe Fitz steckt, so geben vielleicht diese beiden Interviews Hinweise. Ich weiß doch auch nicht
Das Buch können Sie über den Link rechts kaufen. Positive Kritiken gibt es hier, negative googeln Sie bitte selbst:
Falls noch Fragen sind: Schreibt Sie mir gern über Facebook, in diese Kommentarspalte oder an januwefitz@googlemail.com – und falls jemand ein signiertes Buch haben möchte, dann natürlich auch.
Bin…
…in mir gefangen. Wenn ich das richtig sehe, muss es in mir mal gebrannt haben.
Eine Frage.
1. Warum machen Sie bei diesem Unsinn mit?
a) Die anderen machen ja auch mit.
b) Man erwartet es von mir. Glaube ich jedenfalls. Ist aber auch egal. Ich bin jedenfalls sauwichtig und es darf keine Sau ohne mich durch das Dorf getrieben werden,
c) Huch! Ich mache mit?
d) Nicht wegen des Gelds. Auf keinen Fall.
Nicht umsonst…
…gilt Weihnachten als die Zeit der Bananen. Deshalb ein kleines Banahnachtsgedicht:
Die Banane ist ne tolle Frucht.
Ich habe sie noch nie verflucht.
Einst habe ich sie mal ausgelacht.
Da war sie ziemlich aufgebracht.
Vielen Dank.
Die Kurz-Hörspiele
Kunden gibt`s tststs
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Das Gnu in der Metzgerei
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Die Frau im Mond
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Doktorspielchen
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Das Alpenglühn
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Die Zauberbrötchen
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Der begrabene Hase
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